Was ist Rehabilitationssport ?

Rehabilitationssport bietet Ihnen die Möglichkeit gemeinsam mit anderen durch Bewegung, Spiel und Sport Ihre Bewegungsfähigkeit zu verbessern, den Verlauf von Krankheiten positiv zu beeinflussen und damit wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Er kommt grundsätzlich für alle Menschen mit oder mit drohender Behinderung sowie chronisch Kranke in Frage.

Die gesetzlich definierte Leistung "Rehabilitationssport" bieten der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und seine Landesverbände über ihre Vereine in bundesweit einheitlichen Kriterien speziell anerkannten Gruppen an. Die Qualität in den Sportgruppen wird durch die betreuende Ärztin/ den betreuenden Arzt und die qualifizierte Übungsleiterin den qualifizierten Übungsleiter sichergestellt.

Die Art und Intensität des Rehabilitationssports wird anhand einer ärztzlichen Verordnung festgelegt.

 

Ziele des Rehabilitationssports

Rehabilitationssport hat das Ziel, Ihre Ausdauer und Kraft, Koordination und Flexibilität zu verbessern, Ihr Selbstbewusstsein, insbesondere auch das Selbstbewusstsein von behinderten oder von Behinderung bedrohten Frauen und Mädchen zu stärken und Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten.

Hilfe zur Selbsthilfe hat das  Ziel, Ihre eigene Verantwortlichkeit für Ihre Gesundheit zu stärken und Sie zum langfristigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Bewerbungstraining zu motivieren.

 

Wie lange können Sie Rehabilitationssport machen ?

Grundsätzlich ist die Verordnung von Rehabilitationssport zeitlich begrenzt:

Herzgruppen: 90 Übungsheiten (ÜE) / 24 Monate (Richtwerte) Jugendliche / Kinder 120 Übungsheiten (ÜE) / 24 Monate (Richtwerte). Eine weitere Verordnung ist bei bestimmtem kardiologischen Befund möglich.

Bei kognotiven oder psychischen Beeinträchtigungen: Erst- bzw. ggf. weitere Verordnungen sollten über 120 Übungseinheiten (ÜE) / 36 Monate (Richtwert) nicht überschreiten.

 

Was erwartet Sie in einer Rehabilitationssportgruppe ?

In der Sportgruppe finden Sie Menschen die ähnlich wie Sie von einer Einschränkung betroffen sind. Neben dem gemeinsamen Sporttreiben ist auch der Austausch mit anderen ein wichtiges Element des Rehabilitationssports.

Die maximale Teilnehmerzahl einer Übungsverantstaltung beträgt grundsätzlich 15 Teilnehmerinnen/Teilnehmer, in Herzgruppen bei Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins max. 12 Teilnehmerinnen. In Gruppen für Kinder sowie schwerstbehinderte Menschen, ist die Zahl der Teilnehmerinnen/Teilnehmer entsprechend geringer.

Die Dauer einer Übungsveranstaltung beträgt grundsätzlich mindestens 45 Minuten, beim Rehabilitationssport in Herzgruppen mindestens 60 Minuten.

 

Welche Kosten entstehen Ihnen ?

Die Vergütung für die Teilnahme am Rehabilitationssport ist zwischen den Anbietern und den gesetzlichen Krankenkassen vertraglich geregelt. Wenn Sie dem Verein, in dem Sie Rehabilitationssport machen wollen eine durch Ihre gesetzliche Krankenkasse genehmigte ärtliche Verordnung vorlegen entstehen keine Kosten für Sie.

Ein Ziel des Rehabilitationssports ist es jede Teilnehmerin/jeden Teilnehmer an ein lebensbegleitendes Sporttreiben heranzuführen, um die Nachhaltigkeit zu sichern. So kann auch während des Verordnungszeitraums freiwillig von Ihnen eine Mitgliedschaft im Verein abgeschlossen werden mit der Sie zusätzliche Vereinsangebote nutzen können und die Arbeit des Vereins unterstützen.

 

 

(Quelle: Wegweiser zum Rehabilitationssport, Deutscher Behindertensportverband e.V., 1. Auflage, Dezember 2010)